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Rheumatoide Arthritis – die häufigste entzündlich rheumatische Erkrankung

Die rheumatoide Arthritis, auch entzündliches Gelenkrheuma oder chronische Polyarthritis genannt, ist die am weitesten verbreitete entzündlich rheumatische Erkrankung: Etwa jeder Hundertste Deutsche ist betroffen – Frauen dreimal öfter als Männer. Meist tritt die rheumatoide Arthritis, im Volksmund häufig Rheuma genannt, erstmals im späteren Erwachsenenalter auf – in seltenen Fällen erkranken aber auch Kinder.

Mehr als eine schmerzhafte Gelenkerkrankung

Mann mit Schmerzen

Mehr als eine schmerzhafte Gelenkerkrankung

Eine rheumatoide Arthritis äußert sich anfangs durch Beschwerden in den Hand-, Finger-, Fuß- und Zehengelenken wie starken Schmerzen, Schwellungen und Überwärmung. Betroffene klagen zudem häufig über eine ausgeprägte Morgensteifigkeit, die viele Stunden lang anhalten und den Alltag sehr erschweren kann. Im Verlauf der Erkrankung können weitere und größere Gelenke sowie Muskeln und Sehnen erkranken. Da die rheumatoide Arthritis den gesamten Organismus betrifft, kommen außerdem nicht selten Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Erschöpfung und Fieber hinzu. Typisch für die entzündlich rheumatische Erkrankung ist dabei der Wechsel von akuten Schüben mit starken Schmerzen und Phasen, in denen es den Patienten besser geht.

Gelenkentzündungen durch Fehlsteuerung des Immunsystems

Immunsystem

Gelenkentzündungen durch Fehlsteuerung des Immunsystems

Die Wissenschaft geht davon aus, dass die erbliche Veranlagung eine ursächliche Rolle für den Ausbruch einer rheumatoiden Arthritis spielt. Diskutiert werden zudem schädliche äußere Einflüsse wie Rauchen oder Infektionen. Als sicher gilt, dass bei der rheumatoiden Arthritis Zellen des Immunsystems die eigenen Gelenke angreifen, was zu den schmerzhaften Gelenkentzündungen und Bewegungseinschränkungen führt.

Frau beim ArztFrau beim Arzt

Frühe Diagnose und Behandlung können Folgeschäden verhindern

Welche Entwicklung eine rheumatoide Arthritis im Einzelfall nimmt, kann niemand vorhersehen. Die entzündlich rheumatische Erkrankung ist bis heute nicht endgültig heilbar, doch sind schwere Fehlstellungen der Gelenke sowie Schäden an Augen, Nerven, Blutgefäßen, Herz und anderen Organen glücklicherweise weitaus seltener geworden. Möglich machen dies frühzeitig erfolgende Diagnosen auf Basis von Blutuntersuchungen und klinischen Untersuchungen der Gelenke sowie der Gelenksonographie. Sie erlauben einen zeitnahen Beginn der Behandlung sowie den Einsatz fortschrittlicher Medikamente, die Beschwerden auf ein Minimum reduzieren oder im Idealfall sogar verhindern können.

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Rebecca, rheumatoide Arthritis

Familienplanung und Schwangerschaft bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen:
Rebeccas Erfahrungen mit rheumatoider Arthritis.



Wichtig: Rheuma ist nicht gleich Rheuma. Anders als die verschleißbedingten Gelenkerkrankungen ist die rheumatoide Arthritis eine systemische (sich auf das gesamte Organsystem auswirkende) Erkrankung und wirkt sich durch ihren entzündlichen Charakter überall im Körper aus.

Links zum Weiterlesen:

  • Patientenorganisation Rheuma-Liga:
    https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/1.2_Rheumatoide_Arthritis.pdf
    (letzter Zugriff: 22.07.2020)

  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.:
    https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Daten-und-Fakten/Rheuma-in-Zahlen.html
    (letzter Zugriff: 22.07.2020)

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