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Axiale Spondyloarthritis – nichtröntgenologische Spondyloarthritis und ankylosierende Spondylitis

Leitsymptome der axialen Spondyloarthritis (häufig als axSpA abgekürzt) sind starke Schmerzen im unteren Rücken, die den Betroffenen manchmal monatelang vor allem nachts sowie in den frühen Morgenstunden zu schaffen machen. Im Laufe der Zeit besteht zudem die Gefahr von Verknöcherungen der Wirbelsäule und damit verbundenen Bewegungseinschränkungen. Zusätzlich kann es zu Entzündungen und Schwellungen in entfernteren Körperregionen kommen – wie etwa Fingern, Zehen, Knie- und Sprunggelenken. Darüber hinaus können auch Augenentzündungen sowie ebenfalls autoimmun bedingte entzündliche Haut- und Darmerkrankungen wie beispielsweise Psoriasis (Schuppenflechte) und Morbus Crohn auftreten.

Genetisches Merkmal begünstigt Autoimmunerkrankungen

Grafik DNS

Genetisches Merkmal begünstigt Autoimmunerkrankungen

Bei der axialen Spondyloarthritis resultieren die Rückenschmerzen nicht aus Verspannungen, verschlissenen Bandscheiben oder Wirbelgelenken, sondern aus Entzündungen infolge einer Fehlfunktion des Immunsystems. Die körpereigene Abwehr richtet sich gegen Knochen- und Knorpelgewebe. Infolgedessen kommt es bei Betroffenen zu Entzündungen entlang der Wirbelsäule und am Kreuzbein-Darmbein-Gelenk. Inzwischen ist bekannt, dass an axialer Spondyloarthritis erkrankte Personen häufig ein bestimmtes genetisches Merkmal, das sogenannte HLA-B27, tragen. Es kann im Blut nachgewiesen werden und scheint das Risiko für Autoimmunerkrankungen zu erhöhen. Der Zusammenhang zwischen dem Gen HLA-B27 und der axialen Spondyloarthritis ist allerdings noch nicht restlos geklärt.

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Bernd, axiale Spondyloarthritis

In Bewegung bleiben: Bernd und seine Erfahrungen zum Alltag mit axSpA.

Erschwerte und verzögerte Diagnose durch unklare Befunde

Medikamente

Erschwerte und verzögerte Diagnose durch unklare Befunde

Bei der axialen Spondyloarthritis verzögert sich häufig die Diagnose, da Rückenschmerzen weit verbreitet sind und unterschiedlichste Ursachen haben können. Hinzu kommt, dass Frühformen der Erkrankung auf Röntgenbildern nicht zu erkennen sind. Für eine sichere Diagnose sind daher weitere bildgebende Verfahren wie das MRT (Magnetresonanztomographie) sowie die Untersuchung des Blutes auf Entzündungsstoffe und gegebenenfalls den Risikofaktor HLA-B27 vonnöten. Wie auch andere entzündlich rheumatische Erkrankungen ist die axiale Spondyloarthritis nicht heilbar, aber mit Medikamenten und körperlicher Aktivität gut in den Griff zu bekommen.

Wichtig: Die meisten Menschen hierzulande haben zumindest hin und wieder Rückenschmerzen. Konzentrieren sich die Beschwerden auf den unteren Rücken, halten sie monatelang an, ohne dass sich eine eindeutige Ursache findet, und ist der Betroffene deutlich unter 50 Jahre alt, besteht die Möglichkeit, dass es sich um eine Frühform der axialen Spondyloarthritis handelt.

Link zum Weiterlesen:

  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.
    https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Daten-und-Fakten/Rheuma-in-Zahlen.html
    (letzter Zugriff: 22.07.2020)

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