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Medizinische Fachbegriffe einfach erklärt

In unserem Lexikon für chronisch entzündliche Erkrankungen von Haut und Gelenken finden Sie medizinische Fachbegriffe von A wie Autoimmunerkrankung bis Z wie Zytokine. Die Begriffe sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert und verständlich erklärt. Bei weiteren Fragen zu chronisch entzündlichen Erkrankungen steht Ihnen unser UCBCares®-Team gerne zur Verfügung.

Begriffe A-D Bedeutung
Autoimmunreaktion Von einer Autoimmunreaktion spricht man, wenn das Abwehrsystem des Körpers eigene Zellen oder eigenes Gewebe für fremd hält und angreift.
Biologika Auch: Biologicals, Biologics. Bei Biologika handelt es sich um Medikamente, die mit Hilfe von moderner Technik in lebenden Zellen hergestellt werden. Biologika hemmen die Aktivität von Teilen des Immunsystems – so blockieren bestimmte Biologika zum Beispiel entzündungsfördernde Botenstoffe und können dadurch Entzündungsvorgänge stoppen.
Ciclosporin Auch: Cyclosporin A. Bei Ciclosporin handelt es sich um ein immunsupprimierendes Medikament –also ein Arzneimittel, welches das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) unterdrückt. Ciclosporin wird bei Autoimmunerkrankungen wie der Psoriasis und Psoriasis Arthritis eingesetzt, um Entzündungsreaktionen zu hemmen.
Chronisch Anhaltend, länger andauernd
Dermatologe Ein Dermatologe ist ein Arzt, der sich auf Erkrankungen der Haut und Hautanhangsorgane (Haare, Fingernägel) spezialisiert hat.
Begriffe E-H Bedeutung
Erstlinientherapie Auch: First-Line-Therapie, Mittel der ersten Wahl. Als Erstlinientherapie wird die bevorzugte Behandlungsoption einer bestimmten Erkrankung bezeichnet. Sie kommt zumeist direkt nach der Diagnose zum Einsatz. Sind Arzt und Patient mit der Wirkung der Erstlinientherapie nicht zufrieden oder wird die Erstlinientherapie nicht gut vertragen, dann wird die Behandlung mit einer Zweitlinientherapie fortgesetzt.
Fumarsäureester Auch: Fumarsäure. Bei Fumarsäureestern handelt es sich um Medikamente, die unter anderem zur Behandlung von Psoriasis eingesetzt werden. Fumarsäureester hemmen auf verschiedenen Wegen Entzündungsreaktionen und modulieren das Immunsystem.
Glukokortikoide Auch: Glukokortikoide, Kortikoide, Kortikosteroide. Glukokortikoide sind Steroidhormone, die in der Behandlung vieler verschiedener Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt werden können. Umgangssprachlich werden Glukokortikoid-Medikamente oft auch als „Kortison“ bezeichnet. Glukokortikoide haben eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Therapie chronisch entzündlicher Erkrankungen.
Begriffe I-L Bedeutung
Immunsystem Auch: Immunabwehr. Als Immunsystem bezeichnet man die Gesamtheit der Organe, Zellen und Zellbestandteile, die den Körper vor Schadstoffen, Krankheitserregern und krankmachenden Zellveränderungen schützt. Greift das Immunsystem irrtümlich körpereigene gesunde Strukturen an, spricht man von einer Autoimmunreaktion.
Kortison Siehe: Glukokortikoide
Lichttherapie Auch: UV-Lichttherapie, Phototherapie. Die Lichttherapie ist ein medizinisches Verfahren, das zur Behandlung verschiedener Hauterkrankungen eingesetzt wird. Bei der Psoriasis werden hierbei die betroffenen Hautstellen mit ultraviolettem Licht (UV-Licht) bestrahlt, um die Bildung von Hautschuppen und der begleitenden Hautentzündung zu hemmen.
Begriffe M-P Bedeutung
Methotrexat Bei Methotrexat (abgekürzt: MTX) handelt es sich um ein Medikament, das die Teilung und Vermehrung von Zellen hemmt. Methotrexat wird in niedriger Dosierung zur Behandlung von Psoriasis und Psoriasis Arthritis eingesetzt, um die Entzündungsreaktion in der Haut und auch den Gelenken zu unterdrücken.
MTX Siehe: Methotrexat
Nicht-steroidale Antirheumatika Bei nicht-steroidalen Antirheumatika (abgekürzt: NSAR) handelt es sich um Medikamente, die gegen Schmerzen und bei entzündungsbedingten Beschwerden eingesetzt werden. Der Zusatz „nicht-steroidal“ weist darauf hin, dass diese Medikamente kein Kortison (Fachausdruck: Steroid) enthalten. NSAR können Beschwerden bei entzündlich rheumatischen Krankheiten kurzfristig lindern, haben aber in der Regel keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf.
NSAR Siehe: Nicht-steroidale Antirheumatika
PDE-4-Hemmer Siehe: Phosphodiesterase-4-Hemmer
Phosphodiesterase-4-Hemmer Auch: Phosphodiesterase-IV-Hemmer. Phosphodiesterase-4-Hemmer (abgekürzt: PDE-4-Hemmer) sind Medikamente, die Entzündungsvorgänge im Körper blockieren. PDE-4-Hemmer wirken, indem sie einen entzündungsfördernden Eiweißstoff – das PDE4-Enzym – hemmen.
Plaques Als Plaques (Singular: Plaque) bezeichnet man die für die Psoriasis-Erkrankung typischen geröteten, schuppigen Hautstellen.
Psoriasis Auch: Schuppenflechte. Bei der Psoriasis handelt es sich um eine erblich bedingte, nicht ansteckende Erkrankung, die vor allem die Haut, manchmal aber auch die Gelenke, betrifft. Typische Psoriasis-Symptome sind rötliche, schuppende Hautveränderungen, die jucken können. Die Psoriasis ist eine chronische, also länger andauernde Erkrankung. Sie verläuft in Schüben; Phasen mit stärkeren Krankheitssymptomen wechseln sich dabei mit beschwerdefreieren Phasen ab.
Psoriasis Arthritis Als Psoriasis Arthritis bezeichnet man eine chronische Gelenkentzündung, die häufig im Zusammenhang mit einer Psoriasis-Erkrankung auftritt. Bei der Psoriasis Arthritis können alle Gelenke im Körper betroffen sein; besonders häufig sind jedoch die Gelenke an Händen und Füßen geschwollen und verdickt.
Psoriasis inversa Auch: Psoriasis intertriginosa. Die Psoriasis inversa ist eine seltene Form der Psoriasis. Bei der Psoriasis inversa treten die krankheitstypischen Hautveränderungen vor allem in den Falten der Haut auf bzw. dort, wo sich Hautflächen berühren (Beispiel: Kniekehlen). Aufgrund der erhöhten Feuchtigkeit an den betroffenen Stellen fehlt oft die Psoriasis-typische Schuppenbildung.
Psoriasis palmaris et plantaris Bei der Psoriasis palmaris et plantaris handelt es sich um eine Psoriasis-Erkrankung, bei der vor allem die Handflächen (Handfläche = Palma manus) und Fußsohlen (Fußsohle = Planta pedis) von den Hautveränderungen betroffen sind.
Psoriasis pustulosa Die Psoriasis pustulosa ist eine seltene Form der Psoriasis, bei der sich auf den geröteten, schuppigen Hautstellen (Plaques) zusätzlich kleine, keimfreie, eitergefüllte Bläschen (Pusteln) bilden. Häufig treten die Pusteln nur in den Handflächen und auf den Fußsohlen auf (= Psoriasis pustulosa palmoplantaris), selten ist der ganze Körper von der Bläschenbildung betroffen (= Psoriasis pustulosa generalisata).
Psoriasis vulgaris Auch: Plaque-Psoriasis, Psoriasis vom Plaque-Typ. Als Psoriasis vulgaris bezeichnet man die häufigste klinische Form der Schuppenflechte (Psoriasis). Typisch für die Psoriasis vulgaris sind gerötete, schuppende Hautstellen (Plaques) im Bereich der Ellenbogen und Knie sowie auf der behaarten Kopfhaut.
Begriffe R-Z Bedeutung
Regeneration Wiederherstellung, Erholung, Erneuerung
Remission Bei einer sogenannten Remission ist die Krankheitsaktivität soweit abgeklungen, dass keine Symptome feststellbar sind. Eine Heilung ist jedoch nicht eingetreten.
Retinoide Retinoide sind chemische Substanzen, die eng mit Vitamin A (Fachbegriff: Retinol) verwandt sind. Retinoide werden zur Behandlung verschiedener Hauterkrankungen eingesetzt. Bei der Psoriasis werden Retinoide innerlich oder äußerlich angewendet, um die krankheitstypische Schuppenbildung und Hautentzündung zu hemmen.
Rheumatologe Ein Rheumatologe ist ein Arzt, der sich auf die Diagnose und nichtoperative Behandlung von Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen spezialisiert hat.
Röntgen Beim Röntgen handelt es sich um ein sogenanntes bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Körpergewebe und inneren Organen. Bei dem Verfahren wird energiereiche Röntgenstrahlung durch den Körper geleitet. Besonders dichte Körperstrukturen (z. B. die Knochen) lassen nur einen kleinen Teil der Strahlen hindurch und erscheinen auf der Röntgenaufnahme weiß. Andere Organe, wie zum Beispiel die Lunge, lassen einen großen Teil der Strahlen hindurch und erscheinen auf der Röntgenaufnahme dunkel.
Schuppenflechte Siehe: Psoriasis
Sonographie Siehe: Ultraschall
Systemische Erkrankung Auch: Systemerkrankung. Als systemische Erkrankung bezeichnet man eine Erkrankung, die nicht auf eine einzelne Körperregion beschränkt bleibt, sondern den ganzen Körper betreffen kann.
Therapietreue Der Begriff Therapietreue wird verwendet, um zu beschreiben, wie gut sich ein Patient an die verordnete Therapie hält, ihr also „treu“ ist. Bei der Therapietreue geht es oft nicht nur um die regelmäßige Einnahme von Medikamenten – häufig zählt dazu auch die Einhaltung bestimmter Regeln (Ernährungsvorgaben, Rauchstopp, etc.).
TNF-α Siehe: Tumor-Nekrose-Faktor alfa
Topisch Örtlich, äußerlich
Trigger Auslöser, auslösender Faktor
Tumor-Nekrose-Faktor alfa Auch: Tumornekrosefaktor-α, TNF-α. Tumor-Nekrose-Faktor alfa ist ein körpereigener Botenstoff, der an Entzündungsreaktionen im Körper beteiligt ist.
Ultraschall Auch: Sonographie. Beim Ultraschall handelt es sich um ein sogenanntes bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Körpergewebe und inneren Organen. Bei dem Verfahren wird mithilfe von Schallwellen ein Bild des Körperinneren erzeugt, ohne dass eine Strahlenbelastung entsteht. Das Ultraschallverfahren spielt nicht nur bei der Diagnose von Erkrankungen, sondern auch bei der Beurteilung des Krankheitsverlaufs eine Rolle.
Zytokine Auch: Cytokine. Als Zytokine (Singular: Zytokin) bezeichnet man vom Körper produzierte Botenstoffe, die an Immunreaktionen beteiligt sind Zytokine können Entzündungen sowohl fördern (= proinflammatorische Zytokine) als auch hemmen (= antiinflammatorische Zytokine). Eine wichtige Rolle bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen spielt das entzündungsfördernde Zytokin Tumornekrosefaktor-α (TNF-α).