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Psoriasis – meist äußert sich die Erkrankung durch schuppende Plaques

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Psoriasis, umgangssprachlich auch Schuppenflechte genannt, gehört zu den am weitesten verbreiteten chronisch entzündlichen Hauterkrankungen. Doch Psoriasis ist nicht gleich Psoriasis: Je nach Ausprägung und betroffenen Körperregionen lassen sich verschiedenen Formen der Erkrankung unterscheiden.

Etwa drei Viertel der rund zwei Millionen Betroffenen hierzulande leiden unter der auch als Plaque-Psoriasis bekannten Psoriasis vulgaris. Sie befällt bevorzugt Ellenbogen, Knie oder Kopfhaut und äußert sich durch scharf abgegrenzte rötlich verfärbte und mit silbrigen oder weißen Schuppen bedeckte Hautareale (Plaques). Weitaus seltener sind die Psoriasis inversa, Psoriasis palmaris et plantaris oder die Nagel-Psoriasis, bei denen Hautfalten, Handflächen und Fußsohlen oder Nägel betroffen sind. Sehr selten ist auch die Psoriasis pustulosa, eine Form der Schuppenflechte, die durch eitrige Bläschen gekennzeichnet ist.

Wenn sich die die Haut im Zeitraffer erneuert

Wie unzählige andere chronisch entzündliche Erkrankungen gehört auch die Psoriasis zur großen Gruppe der Autoimmunerkrankungen. Das bedeutet: Statt gegen Fremdkörper und Keime richtet sich das Immunsystem der Betroffenen gegen körpereigenes Gewebe. Es kommt zu einer gesteigerten Produktion von Entzündungsstoffen und daraus resultierenden Reaktion der Hautzellen. Die typischen Psoriasis-Plaques entstehen, weil sich die Hautzellen der Betroffenen um ein Vielfaches schneller vermehren als bei gesunden Menschen. Die Hautzellen wandern nach außen und lagern sich auf der Hautoberfläche als Schuppenherde ab.

gesunde Ernährung bei Psoriasisgesunde Ernährung bei Psoriasis

Lebensweise beeinflusst Krankheitsverlauf

Ausmaß und Erscheinungsbild der Erkrankung können sich bei der Psoriasis individuell stark unterscheiden. Auch wechseln sich mehr oder weniger ausgedehnte akute Phasen mit beschwerdearmen oder sogar beschwerdefreien Zeiten ab. Allen Psoriasis-Patienten gemeinsam ist der Umstand, dass das Auftreten von Psoriasis-Schüben sowie der Verlauf der Krankheit im Allgemeinen nicht vorhersehbar ist. Allerdings: Sowohl die moderne Medizin als auch die Lebensweise bieten viele Möglichkeiten, um den Krankheitsverlauf zu beeinflussen. Besondere Bedeutung kommt einer sorgfältigen Hautpflege sowie einer gemüsereichen und figurbewussten Ernährung zu. Wichtig ist zudem, Stress und andere mögliche Auslöser, die Schübe begünstigen, zu vermeiden – etwa bestimmte Genussmittel (Rauchen, Alkohol), heiße Bäder oder intensive Sonne.

Wichtig: Psoriasis-Patienten sollten vermehrt auf sich achten und lernen, Alarmsignale und Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Um die Auslöser von Schüben zu identifizieren, kann es außerdem sinnvoll sein, ein Tagebuch zu führen, in dem die Betroffenen notieren, was sie unternommen oder gegessen haben und wie sich dies auf ihr Hautbild und Befinden ausgewirkt hat.

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